Einsatz von Glyphosat

Das Glyphosat ist ein Herbizid, das zur Regulierung von ausdauernden Wurzelunkräutern und von reduzierter Bodenbearbeitung von Bedeutung ist und wird weltweit am häufigsten eingesetzt (vgl. BLW, o. J.). So bringen diese Herbizide Kräuter und Gräser zum Absterben indem sie durch die Pflanzenoberfläche aufgenommen werden und den Stoffwechselprozess der Pflanze blockieren (vgl. Linder, 2013, S. 1). Glyphosat besitzt chelatierende , herbizide und bakteriostatische Eigenschaften. Glyphosat ist in Urinen, Organen, Fleisch und Blut von Milchkühen nachweisbar (Krüger, 2015).

 

Literatur

Extensive Mast

Beim extensiven Mastverfahren wachsen die Tiere langsamer und erreichen das Schlachtgewicht später als bei der intensiven Mast. Die Unterbringung der Rinder erfolgt überwiegend in eingestreuten Ställen; zeitweise auch mit Weidegang (Kirischitz, 2005). Die Futtergrundlage bildet bei extensiven Mast Gras, das frisch, trocken oder siliert verfüttert wird. Die Tiere wachsen wesentlich langsamer als bei der Intensivhaltung, da Gras nicht so energiereich wie Mais, Getreide oder Sojaschrot ist. Die längere Mastdauer führt dazu, dass das Fleisch weniger zart ist. Dies können geeignete Rinderrassen jedoch wieder ausgleichen (vgl. ebd.).

 

Literatur

Extensive Tierhaltung

Unter einer extensiven Tierhaltung wird die Haltung von wenigen Tieren auf einer begrenzten Aussenfläche verstanden . Sie wird vor allem in Regionen mit für den Ackerbau weniger geeigneten Böden, von Nebenerwerbslandwirten und in der ökologischen Landwirtschaft betrieben. Diee Tierhaltung kann im Flachland wie auch im Bergland betrieben werden (vgl. Reiter, o. J.). Da die Tiere nahezu ausschliesslich von dem Futter dieser Flächen leben müssen, sind bei dieser Art der Tierhaltung grosse Flächen nötig (ebd.).

 

Literatur

Flexitarismus

Flexitarier werden auch Teilzeit-Vegetarier, Wochenend-Vegetarier, Halbzeit-Vegetarier, flexible Vegetarier, Carni-Omnivor, Semi-Vegetarier, Fleischessende-Vegetarier oder Fast-Vegetarier genannt (vgl. Coop, 2014).

Flexitarier sind Menschen, die nach ihrer Selbsteinschätzung eine bewusste Einstellung zum Essen aufweisen und daher den Konsum von Fleisch reduzieren, ohne diesen aber vollumfänglich einzustellen (vgl. ebd.). Flexitarier ernähren sich flexibel, d.h. sie verzichten nicht generell auf tierische Lebensmittel, sondern essen hin und wieder auch ein Stück Fleisch und konsumieren ebenso auch Wurstwaren. Dabei bevorzugen Flexitarier Fleischprodukte von guter Qualität und kaufen in der Regel keine tierischen Lebensmittel aus in Massentierhaltung billig produziertem Fleisch (vgl. veggieeat.de, o. J.).

Die Vorteile eines eingeschränkten Fleischverzichts sind v.a. gesundheitlicher Natur. Weiter gehören dazu ethische wie auch ökologische Aspekte, denn ein geringerer Fleischkonsum bedeutet vor allem auch Ressourcen- und Klimaschutz (vgl. Rauth, 2012). Risiko des Flexitarismus oder Teilzeitvegetarismus ist allerdings, dass die blosse Selbstbezeichnung als Flexitarier ausreicht, um ohne tatsächliche Verhaltensänderung mit besserem Gewissen Fleisch zu essen (vegtarier.eu, o. J.).

 

Literatur

Food Waste

Unter Food Waste werden „verschwendete Lebensmittel“ verstanden. Diese Lebensmittel wurden für den menschlichen Konsum produziert, gehen jedoch vom Feld bis zum Teller verloren oder werden weggeworfen. Die Lebensmittel werden so nicht verwendet, weil zum Beispiel zu viel eingekauft wurde, die Portion im Restaurant zu gross war, oder weil der Mensch keine Lust mehr auf ein bestimmtes Lebensmittel mehr hat (vgl. foodwaste.ch, 2015).

In der Schweiz geht ca. ein Drittel der Lebensmittel verloren, das entspricht im Jahr pro Person 300 kg. Weltweit entstehen so 2,3 Mio Tonnen Food Waste. In der Landwirtschaft entstehen 20% der Lebensmittelverluste, im Handel und der Verarbeitung 30% und durch Haushalte und Grossverbraucher die Hälfte aller Lebensmittelverluste (vgl. ebd.).

Folgen von Food Waste:

  • unnötige Landnutzung
  • erhöhte Preise
  • Kklimawandel
  • Hunger
  • Wasserverschwendung
  • Geldverschwendung

 

Literatur

Futtergetreide

Futtergetreide ist Getreide, welches für die Fütterung von Tieren eingesetzt wird. Aufgrund von bestimmten Inhaltsstoffen ist es besonders für die Ernährung von Tieren und weniger als Backgetreide geeignet (vgl. Agrar-Lexikon, 2014). In der Schweiz werden als Futtergetreide Gerste, Hafer, Triticale und Mais angepflanzt (vgl. Landwirtschaft, 2014).

 

Literatur:

Gentechnisch verändertes Soja

Die Gentechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt und hält auch Einzug in die Landwirtschaft. Dabei werden immer mehr Pflanzen weltweit angebaut, bei denen das Erbgut genetisch verändert wird. Dies hat den Nutzen, eine massgeschneiderte Nutzpflanze zu erhalten, die gegen Schädlinge resistent ist, was zu besseren Erträgen führen soll (vgl. Meissner, 2013). Zu den genetisch veränderten Pflanzen gehört auch das Soja. Das genmanipulierte Soja steckt heute in vielen Produkten: Fleisch, Käse und Eiern u.v.m. Circa 90 Prozent der weltweit angebauten Soja werden als eiweissreiches Futtermittel für Nutztiere aller Art verwendet. Produkte von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gemästet wurden, müssen nicht extra gekennzeichnet werden. Das gilt also für Fleisch, Milch, Eier und Weitere (Dreissig, 2014). Die erhofften Vorteile einer gentechnisch veränderten Sojapflanze blieben jedoch aus und hinterliessen mehr Nachteile (vgl. Müller, o. J.):

  • Die erwarteten höheren Erträge blieben aus. Genteschnisch veränderte Pflanzen bringen gleich oder sogar weniger Erträge
  • Durch Herbizide behandelte gentechnisch veränderten Sojapflanzen haben einen geringeren Nährstoffgehalt und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen
  • Gefahr für die Biodiversität, Verringerung der Artenvielfalt

 

Literatur

Grosswild

Das Grosswild ist eine Unterform des Wildes und umfasst starkes Wild wie Dickhäuter, Grosskatzen, Wisent und Bären.

 

Literatur:

Industrialisierung

Die wirtschaftliche Entwicklung im 19. Jahrhundert steht bei der Industrialisierung im Zentrum. Durch die Entstehung von neuen Technologien und Tätigkeitsfeldern kam es zu einer Veränderung von damaligen Produktionsformen. Dabei gewann besonders die maschinelle Produktion an Bedeutung. So nahm der Industriesektor im Vergleich zum Landwirtschafssektor drastisch zu (vgl. Historisches Lexikon der Schweiz, 2008). In der Schweiz begann die Industrialisierung bei der Textilherstellung, welche sich auf den Ausbau der Maschinenindustrie und der chemischen Industrie auswirkte. Auch die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln (auch industrielle Fleischproduktion) führte dazu, dass die rasch wachsende Bevölkerung mit länger haltbaren Lebensmitteln versorgt werden konnte (vgl. Schweizer Geschichte, 2005).

 

Literatur:

Industrielle Fleischproduktion

Durch das Fliessband wurde während der Industrialisierung ermöglicht, den Arbeitsablauf in einzelne Schritte zu zerlegen, dass nur wenige automatisierte Handgriffe ausreichend waren, um den gesamten Arbeitsprozess zu beschleunigen. So wurde in Chicago der industrialisierte Schlachthof eingeführt, wo man nur noch 15 Minuten anstelle von einem ganzen Tag aufwenden musste, um eine getötete Kuh zu zerlegen. Danach wurden die einzelnen Teile zu Fleischkonserven, Hornkämmen oder Wursthüllen weiterverarbeitet. Die Fleischprodukte wurden durch die günstige Produktion und durch Kühltechniken für einen grösseren Teil der Bevölkerung erschwinglich (vgl. Planet Wissen, 2014).

Bis Ende der 80er-Jahre stieg der durchschnittliche Fleischkonsum in den westlichen Industriestaaten kontinuierlich an. In der Schweiz stieg der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch zwischen 1950 und 1985 von 30 auf beinahe 60 Kilogramm. Dies führte dazu, dass auch die industrielle Fleischproduktion als Ganzes zunahm. Auch durch den Anstieg der Tiertransporte mussten die Schlachthöfe die Tiere in kürzerer Zeit entgegennehmen, töten und verarbeiten. Dies kann zu Problemen mit der Fleischqualität, der Fleischhygiene, der Sicherheitsgewährleistung von Arbeitskräften sowie mit ethischen Fragen führen (vgl. Tierschutz, 2014).

 

Literatur: